Konstruktiver Markt-Bias
Die Mehrzahl der Strukturen profitiert von stabilen bis steigenden Kursen und vom Zeitwertverfall verkaufter Optionen.
Trade bullish, but mind your hedge.
Aktienmärkte entwickeln sich langfristig überwiegend positiv. Dieser Grundgedanke prägt auch unseren Einsatz von Optionen. Viele Strategien sind deshalb chancenorientiert und besitzen einen positiven oder zumindest konstruktiven Markt-Bias.
Gleichzeitig gehört eine angemessene Absicherung für uns zum Gesamtbild.
Unser Ansatz
Optionen ermöglichen sehr unterschiedliche Auszahlungsprofile. Neben der Kursentwicklung spielen dabei Laufzeit, Volatilität, Skew und die Greeks eine wesentliche Rolle.
Entscheidend ist deshalb, wie sich eine Position unter verschiedenen Marktbedingungen verhält – und wie sie sich in das Gesamtportfolio einfügt.
Die Mehrzahl der Strukturen profitiert von stabilen bis steigenden Kursen und vom Zeitwertverfall verkaufter Optionen.
Jede Position wird über Kursszenarien, Laufzeit und Volatilität durchdacht – inklusive der Frage, wann und wie angepasst wird.
Schützende Komponenten mit negativem Delta werden bewusst eingeplant, bevor außergewöhnliche Marktbewegungen sie teuer machen.
Der Werkzeugkasten
Vertikale Spreads gehören zu den klassischen Bausteinen im Optionshandel. Insbesondere Credit Spreads ermöglichen klar definierte Chance-Risiko-Profile und lassen sich je nach Markteinschätzung auf der Put- oder Call-Seite einsetzen.
Ratio Spreads erweitern diesen Ansatz durch unterschiedliche Stückzahlen gekaufter und verkaufter Optionen. Dadurch entstehen spezifischere Auszahlungsprofile mit eigenen Risiken.
Seitwärts- und Prämienstrategien lassen sich so gestalten, dass starke Bewegungen auf der Oberseite weniger problematisch werden als bei klassischen Konstruktionen.
Unterschiedliche Laufzeiten, Zeitwert und Volatilität lassen sich gezielt kombinieren. Über die Wahl der Strikes kann zusätzlich ein gewünschter Delta-Bias aufgebaut werden.
Put Spreads, Bear Call Spreads und diagonale Konstruktionen bieten unterschiedliche Möglichkeiten, negatives Delta und schützende Komponenten in ein Portfolio einzubauen.
Welche Struktur attraktiv ist, hängt immer auch von Marktumfeld, Volatilität und Bewertung ab.
Portfoliostruktur
Ein Hedge muss nicht jede normale Marktschwankung auffangen. Interessant wird er vor allem dort, wo außergewöhnliche Bewegungen das Risikoprofil eines Portfolios deutlich verändern würden.
Das Timing spielt eine wesentliche Rolle. Nach einer kräftigen Korrektur sind die Volatilitäten häufig bereits gestiegen und Optionen entsprechend teurer.
Schützende Komponenten können deshalb gerade in ruhigen Marktphasen sinnvoll sein – also dann, wenn ihre unmittelbare Notwendigkeit gering erscheint.
Absicherung verstehen wir als Bestandteil der Portfoliostruktur.
Optionswissen · Research Paper
Was verrät der VIX über den Optionsmarkt – und was ergänzen VIXEQ und COR1M? Unser Paper erklärt, wie Laufzeit, Einzelaktienvolatilität und erwarteter Gleichlauf zusammenhängen.
Mit 3+1 OptionsTrading zeigen wir beispielhaft, wie sich unterschiedliche Optionsansätze in der Praxis entwickeln können.
📊 In dieser Ausgabe:
Oracle-Earnings trüben die Stimmung | kaum QQQ-Zuwachs und weiterer Vola-Rückgang machen Double Calendar erneut zum Verlustbringer | Neue Setups vor Datenflut, Micron-Earnings und großem Terminbörsen-Verfall mit Vola-Terminstruktur in Backwardation
3 bullishe Strategien + 1 Hedge
Neue Setups
• Basis: QQQ Covered Call
• Theta: charttechnisch ausgesetzt
• Range: Double Calendar mit Long Call
• Hedge: Put Ratio Diagonal als Absicherung mit Seitwärtspotenzial
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